Blasmusik in Erbach ist auf dem Weg nach oben

Beachtliches Konzert unter dem neuen Dirigenten Wolfgang GEbhart weis in Richtung Leistungssteigerung

Die Stadtkapelle Erbach ist auf dem Weg nach oben. Dies zeigte sich am Samstag beim gut besuchten Herbstkonzert in der Erlenbachhalle. Beim zweiten Konzert unter der Leitung von Wolfgang Gebhart spielte das ausbaufähige Blasorchester am Ende auf Oberstufenniveau.

Wolfgang Gebhart ist seit Beginn 2015 Dirigent der Stadtkapelle. 2008 schloss er das Diplomstudium an der Hochschule für Musik in Trossingen erfolgreich ab und ergänzte es mit einem Studiengang „Master of Music“ an der Manhattan School of Music in New York City/USA. Gelingt es ihm, die Erbacher Kapelle in einigen Registern auszubauen, dürfte dem Aufstieg in höhere Leistungsränge nichts im Wege stehen. Mit gutem Nachwuchs aus der Jugendkapelle kann gerechnet werden.

Neue Jugenddirigentin ist seit diesem Jahr Alexandra Dornberger. Mit einem Vorspiel präsentierte sie zur Eröffnung das Vororchester und gestaltete mit der annähernd 30-köpfigen Jugendkapelle Erbach/Dellmensingen das Vorprogramm des Konzerts. Mit Schwung meisterten die Jungmusiker zu Beginn den „March of the Belgian Paratroopers“ von Pierre Leemans. Temperamentvoll brachten sie den beschwingten Rock-Hit „Shut up and Dance“ der Gruppe Walk the Moon und beeindruckten mit dem klangvollen Medley „Star Wars: The Force Awakens“.

„Die erste Hälfte traditionell, die zweite konzertant und modern“, erklärte Wolfgang Gebhart den Aufbau des Programms seiner Stadtkapelle und begann mit „P.O.S.“, dem Marsch der polnischen Streitkräfte von Edward Maj in einer Bearbeitung von Franz Watz. Als Trompetensolist brillierte Andreas Schiedel in „Share my Yoke“ von Joy Webb. „Immer kleiner“ wurde die von Wolfgang Gebhart geblasene Klarinette beim gleichnamigen Stück, das dem Solisten hohe Virtuosität abverlangte. Als Dirigent sprang Hans-Peter Schwab für ihn ein. Mit dem schmissigen Titel „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“ war Ende der Tradition.

Den zweiten Teil mit anspruchsvoller Konzertmusik leitete die Stadtkapelle mit „Centurie“ von James Swearingen“ ein und musizierte mit großer Konzentration drei Tophits der kalifornischen Popgruppe Toto. Als Gesangssolistin beeindruckte Sandra Schniederjan an der Rampe mit „Gabriella’s Song“ und „On the Sunny Side of the Street“. Den in der Oberstufe angesiedeltn Drachenberg „Pilatus“ von Steven Reineke“ hatte sich der Dirigent als Höhepunkt für den imponierenden Schluss aufgehoben.

In der „Jungle Fantasy“ von Naohiro Iwai als erster Zugabe machten die Schlagwerker als maskierte Tiere vor der Bühne viel Unsinn und warfen Bananen ins Publikum. Mit dem „Laridah-Marsch“ ging das Herbstkonzert stimmungsvoll zu Ende.

 

Schwäbische Zeitung | Kurt Efinger | 21.11.2016


 

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